Die Porträt-Bibliothek umfasst 1.499 Referenzen, getrennt in frontale Referenzen und Styling-Referenzen. Ihre feinste Dimension sind 51 Frisuren, nach Haarlänge archiviert. Für die Figurkonsistenz liefert diese Bibliothek die Bezugsgröße, gegen die man immer wieder abgleichen kann.

Wofür die beiden Bereiche gedacht sind

Frontale Referenzen

Dieser Bereich betrifft das Gesicht: Proportionen der Merkmale, Gesichtsform, Augenform, Mundform, die Kontur des Kiefers. Hier schaust du nach, wenn du prüfen musst, wie eine Figur tatsächlich aussieht.

Styling-Referenzen

Dieser Bereich betrifft das Ganze: wie die Frisur fällt, wie Styling und Kleidung zusammenpassen, zu welcher Registerart der Look gehört. Für ein vollständiges Charakter-Set legst du zuerst das Styling fest und gehst dann in den frontalen Bereich zurück, um die Details zu prüfen.

Frisuren in vier Längengruppen

Die 51 Frisuren sind nicht flach angeordnet, sondern zuerst nach Haarlänge in vier Gruppen unterteilt:

  • Kurz: Pixie-Cuts, Wolf Cuts, Bob mit glattem Pony und so weiter
  • Mittel: Längen bis zum Schlüsselbein, mittlere Längen mit Curtain-Bangs und so weiter
  • Lang: große Wellen, lange glatte Haare, seitlich geteilter langer Locken und so weiter
  • Sehr lang: Haare bis zur Taille, sehr lange Haare mit nach innen geklemmten Spitzen und so weiter

Die Ausklappliste folgt genau dieser Hierarchie. Erst die Länge festlegen, dann die konkrete Form in dieser Gruppe wählen — deutlich effizienter als in 51 Namen zu suchen.

Wie Figurkonsistenz funktioniert

Dass eine Figur über mehrere Bilder hinweg konsistent bleibt, gelingt, indem drei Ankerpunkte gleichzeitig fixiert werden:

  1. Gesichtsform und Merkmale — aus den frontalen Referenzen eine als Ausgangspunkt wählen
  2. Haarlänge und Frisur — in der Frisurenbibliothek festlegen und nicht je Bild wechseln
  3. Kleidung — ein Outfit aus der Kostüm-Bibliothek festlegen und beibehalten

Die drei Ankerpunkte gehören in denselben Prompt und werden zusammen mit dem Referenzbild an das Modell gefüttert — das ist deutlich stabiler als wiederholt neu zu ziehen.

Mehrwinkelvergleich

Wähle bei den Referenzbildern nicht nur eines, das dir gefällt. Nimm je eines frontal, seitlich und aus drei Vierteln, daraus eine Perspektivenbasis, und beschreibe sie im Prompt der Reihe nach — das Verständnis der Figur wird dadurch deutlich vollständiger.

Eigene Referenzbilder hochladen

Fehlt dir das gesuchte Gesicht in der Bibliothek? Die Charakter-Kompositionsplattform unterstützt eigene Referenzbilder.

Vor dem Upload führt das System eine Qualitätsprüfung durch:

  • Ist die Auflösung brauchbar (die lange Kante unter 768px wird gemeldet)?
  • Ist das Bild scharf (Unschärfe wird markiert)?
  • Ist der Anteil des Motivs im Bild passend (ein zu kleines Gesicht oder ein zu großer Hintergrundanteil verschlechtert das Ergebnis)?

Das Ergebnis benennt das Problem direkt und bietet eine Korrektur per Klick an: zentrierter Beschnitt, Kontrastverstärkung, Größennormierung. Nach der Korrektur hochzuladen spart mehr Zeit als wiederholte Versuche.

Hinweise zur Nutzung

Die Bilder der Porträt-Bibliothek liegen als WebP in einheitlicher Größe vor und eignen sich als Referenzbild, Basisbild oder img2img-Eingabe. Der Einzeldownload erfolgt direkt auf der Galerieseite, auch als Paket je Bereich ist möglich.

Wie alle anderen Assets dienen auch diese Bilder ausschließlich als Referenz; Weiterverkauf und erneute Verteilung sind nicht zulässig.

Der nächste Schritt

Sind Gesicht und Frisur festgelegt, wähle in der Posen-Bibliothek eine Aktion und setze alle drei im Studio zusammen. Der vollständige Ablauf steht in Guide zum Charakter-Studio.